Dienstag, 17. Juli 2018

Einstand mit einer Party

(c) Zoo Berlin

Einstand mit einer Party
Neue Bonobo-Dame im Zoo Berlin feiert Geburtstag
Wer in den vergangenen Tagen die Menschenaffen im Zoo Berlin besucht hat, hat bestimmt bereits das neue Gesicht entdeckt: Am 10. Juli zog „Monyama“ in die Hauptstadt und ist seitdem Teil der Berliner Bonobo-Familie. Heute feiert sie Geburtstag.
Mit ihrer humorvollen Art und ihrem leicht verträumten Blick hat sie sich bestens integriert. Nach nur einer Woche ist die Neu-Berlinerin schon nicht mehr aus der Gruppe wegzudenken. „Die Zusammenführung von einzelnen Tieren und bestehenden Gruppen führt häufig zu Unruhen, da die Rangordnung neu festgelegt wird“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Umso mehr freut es uns natürlich, dass die Integration von Monyama so problemlos abgelaufen ist.“ Ebenfalls erfreulich ist, dass Monyama so ihren achten Geburtstag – und gleichzeitig ihren ersten Ehrentag in Berlin – ganz harmonisch im Kreise ihrer neuen Familie verbringen kann. Die Bonobo-Dame wurde am 17.07.2010 im Zoo Apenheul geboren, wo sie bis zu ihrem Umzug als Tochter des Alpha-Weibchens heranwuchs. Bonobo-Gruppen werden stets von Weibchen angeführt. Neben den Schimpansen zählen sie zu den nächsten Verwandten des Menschen.
Monyama ist im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in den Zoo Berlin gezogen, wo Bonobos bereits seit 1987 Zuhause sind. Dafür wird die in Berlin geborene Likemba voraussichtlich noch in diesem Herbst in einen anderen Zoo umziehen.
Bedrohung und Schutz
Das EEP hat stets das Ziel eine stabile Reservepopulation für bedrohte Tierarten zu schaffen. Bonobos gehören zu den stark gefährdeten Tierarten der Erde. Sie kommen ausschließlich in der Demokratischen Republik Kongo vor. Dort unterstützt der Zoo Berlin den Schutz der Bonobos im Salonga Nationalpark, einem der wenigen Orte, an dem noch eine größere Zahl an Tieren lebt. Die größte Bedrohung für Bonobos ist die Wilderei für den Buschfleischhandel. Da Bonobos eine extrem niedrige Fortpflanzungsrate haben, stellt jedes getötete Tier eine ernsthafte Gefahr für das Überleben der gesamten Art dar.


Quelle: Presseabteilung ZooBerlin
Foto: (c) Zoo Berlin

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